Schipphamhof (St. Peter-Wittendün)

Der „Schipphamhof“ ist ein ökologisch bewirtschafteter Bauernhof in St. Peter-Ording, der seit 1998 nach den Richtlinien des Bioland-Anbauverbandes betrieben wird.

Stella, die Rentenkuh   Unsere Kühe verbringen das Sommer-Halbjahr                                         draußen auf der Weide.

Auf 75 ha Grünland wird Milchviehhaltung und
in kleinem Rahmen Weide-Rindermast durchgeführt.  
Insgesamt werden 120 Rinder gehalten, davon 40
Milchkühe.

Schipphamhof   Schipphamhof von Westen

Hofladen (derzeit leider nur eingeschränktes Angebot): 
Rohmilch

Das Hofkonzept:
Der Landwirtschaft kommt als direkt in der Natur agierendem Berufsstand generell - insbesondere aber in der Nähe eines Nationalparks - eine besondere Verantwortung im Umgang mit Natur und Landschaft zu. Eine umweltverträglich betriebene Landwirtschaft ist hier besonders wichtig, zumal Natur, Umwelt, Landschaft und die Nordsee von den Einheimischen einhellig als das wichtigste Kapital der Region angesehen werden. 

Besonders wichtig ist uns auf dem Schipphamhof der Erhalt bzw. Wiederherstellung des ökologisch und kulturhistorisch wertvollen Eiderstedter Dauergrünlandes mit den typischen begleitenden Biotopen (Feldrandstreifen, Gräben – z.T. als ehemalige Priele natürlichen Ursprungs–, Tränkekuhlen und Gehölze).

Gewässerschutzstreifen  
Grabenschutzstreifen beim Ausbringen der Gülle

Dieses Ziel soll bewußt unter Beibehaltung der Milchviehwirtschaft erreicht werden, da Grünland in der Landwirtschaft zukünftig wohl fast ausschließlich in der Milchviehwirtschaft eine Rolle spielen oder umgebrochen werden wird. Es gilt daher, die betriebswirtschaftlichen Ansprüche an die Landschaft mit den betriebsspezifischen ökologischen Ansprüchen so abzustimmen, daß Konflikte minimiert und positive Wechselwirkungen verstärkt werden.

Mahd  
Blick über den Treckerrand hinaus: Mahd vom Feldinneren nach außen schont Frösche und andere Tiere.

Grundlage für das Bewirtschaftungskonzept ist eine umfassende ökologische und landwirtschaftliche Bestandsaufnahme (1994 - 96) mit einer Kennzeichnung der Wechselwirkungen und jeweiligen Potentiale einerseits und dem für den Hoferhalt notwendigen Mindestertrag andererseits. Auf dieser Grundlage werden die Nutzungsintensitäten der einzelnen Flächen, Pflegemaßnahmen, Extensivierungen und biotopgestaltende bzw. erhaltende Maßnahmen aufeinander abgestimmt. Als Erfolgskontrolle dient ein begleitendes Monitoring (jährliche Amphibienlaich-Kartierung, Wiesenvogelerfassung und Vegetationsaufnahmen sowohl im Nutzland als auch in den begleitenden Biotopen sowie Erhebung landwirtschaftlicher Parameter). 

Bioland-Verband